WTO – Die Welthandelsorganisation

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Die World Trade Organisation (WTO) bedeutet auf deutsch Welthandelsorganisation und hat ihren Sitz in Paris. Sie stellt neben der IWF (Internationaler Währungsfonds) und der Weltbank eine zentrale Organisation in der Weltwirtschaftsordnung  dar. Da sie die einzige internationale Organisation in diesem Bereich ist, ist sie dafür zuständig, Regeln für den internationalen Handel zu formulieren. 

Der Vorläufer der WTO war ein Allgemeines Zoll -und Handelsabkommen (GATT – General Agreement on Tariffs and Trade) das 1948 entstand und ein Ergebnis der Bretton-Woods-Konferenz war. Dieses Abkommen bestimmte die Regeln im internationalen Handel fast 50 Jahre lang und wurde 1995 von der WTO abgelöst. Das damals abgeschlossene Abkommen wurde aber als wichtiger Bestandteil des Vertrags mit übernommen und wird stets weiterentwickelt.

Während sich die GATT-Prinzipien vor allem auf den Güterhandel konzentriert hat, umfassen die WTO-Verträge auch Regeln im Dienstleistungsverkehr (GATS – General Agreement on Trade in Services) und den Schutz von geistigem Eigentum (TRIPS – Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights).

Die WTO bemüht sich um den Abbau von Handelsbarrieren mit dem Fernziel eines weitgehenden internationalen Freihandels. Wie schon die GATT damals, veranstaltet die WTO internationale Verhandlungsrunden zum Abbau von Handlungshemmnissen (wie zum Beispiel Zölle) und überwacht die Handlungspolitik ihrer Mitgliedsstaaten (derzeit 162 – Stand 2016).

Außerdem tritt die WTO bei zwischenstaatlichen Handelsstreitigkeiten als Vermittlerrolle ein.

Entwicklungsländern bietet die WTO Beratung und technische Unterstützung für Ihre Handelspolitik an.

 


 

  • Ziele der WTO zusammengefasst

  1. Abbau von Handelsbarrieren für einen internationalen freien Handel
  2. Förderung von Entwicklungsländern
  3. Vermittlung bei zwischenstaatlichen Streitigkeiten
  4. Veranstaltung von Verhandlungsrunden
  5. Schutz von geistigem Eigentum
  6. Förderung der Wirtschaftsentwicklung bzw. Weltwirtschaft
  7. Wahrung der finanziellen Stabilität
  8. Importe und Exporte von Waren ohne Diskriminierung am Welthandel

 

 

 

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