Indirekter Import und Export – Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Indirekter Export und Import einfach erklärt!

Indirekter Export

Beim indirekten Export handelt es sich um Absatzwege ins Ausland mithilfe eines Exporthändlers. In dieser Konstellation ist der Exporthändler ein selbstständiges Unternehmen das auf eigenen Namen und eigene Rechnung agiert. Somit übernimmt dann auch der Exportpartner die Risiken und und Formalitäten die dafür notwendig sind. 

In der Regel ist das Vorhaben mit einem Exporthändler zu verkaufen ein Vorgang den kleine und mittlere Unternehmen gerne in Anspruch nehmen, da Sie sich dann auf die Produktion zum Beispiel besser konzentrieren können und keine Risiken im Ausland eingehen. Daher können die Unternehmen erst einmal ohne großes finanzielles Risiko ins Ausland liefern und erhalten auch mehr Marktanteile. 

Internationale Wirtschaftsbeziehungen Export und Import im Außenhandel - Indirekter Import und Export - Internationale Wirtschaftsbeziehungen
Gerade in Deutschland ist die Wirtschaft von unserem Exportabsatz abhängig, da wie überdurchschnittlich mehr Exportieren als Importieren. 

Größere Unternehmen die schon Fachpersonal -oder Abteilungen für den Export vorhanden haben, können dann mit diesem Know How auf die Exporthändler verzichten, da Sie die Formalitäten selber erledigen können und die finanziellen Risiken mitkalkulieren können. Somit können Sie großen Unternehmen auch mehr am verdienen, da keine Provision oder ähnliches fällig ist. 

  • Vorteile des indirekten Exports
    • Inlandsgeschäfte für den Verkäufer (keine Fachwissen notwendig, keine Risiken, einfachere Abwicklung)
    • Ideal geeignet für kleine Mengen oder bei gelegentlichen Exporten (klein -und mittelgroße Unternehmen)
    • Es wird kein eigener Aufbau eines Absatzweges im Ausland benötigt (günstiger, sowie zeitsparender)
  • Nachteile des indirekten Exports
    • Hauptnachteil: weniger Marge, da Provision der Exporthändler einkalkuliert werden muss
    • keine Kontrolle über eigene Produkte


Indirekter Import

Hier ist es wieder der Fall, dass es das gleiche Schema ist, jedoch sind nun die Rollen vertauscht. Als Einkäufer von Waren die aus dem Ausland kommen, muss man sich überlegen, ob es mehr Sinn macht, direkt von einem Hersteller oder Großhändler im Ausland zu kaufen, oder es lieber bei einem Inlandsgeschäft bleiben lässt. Auch hier trifft letzteres meist auf kleinere und mittelständische Unternehmen zu, da entweder das Fachpersonal/Fachwissen fehlt oder die finanziellen Risiken nicht getragen werden können, falls die Abwicklung nicht glatt läuft. Wie immer hat diese Art Ware zu importieren natürlich seine Vorteile, jedoch aber auch Nachteile. 

  • Vorteile des indirekten Imports:
    • Kleine Mengen können schnell geliefert werden
    • Fachwissen im Außenhandel wird von Importpartner genutzt (also kein Fachwissen notwendig)
    • keine Risiken wie Lieferverzögerung oder allg. Erhalt der Ware
    • keine Bezugsquellenprobleme
    • Die Ware kann innerhalb Deutschlands überprüft werden
  • Nachteile des indirekten Imports: 
    • Hauptnachteil: höhere Einkaufspreise, da Provision des Importpartners übernommen einkalkuliert werden muss
    • kein direkter Kontakt mit Hersteller, daher eventuell weniger Produktinformationen (schlechtere Beratung)
    • Abhängigkeit vom Importpartner hinsichtlich Lieferbereitschaft


Fazit über den indirekten Außenhandel

Was klar hervorgeht ist, dass alles seine Vor -und Nachteile mit sich zieht. Jedoch sieht man eigentlich ganz klar, für welches Unternehmen welcher Import -oder Exportweg der richtige ist – die kleinen und mittelständischen Unternehmen haben meist noch nicht die finanzielle Lage für eine Import/Exportabteilung, sprich für Fachpersonal die Risiken mit einkalkulieren können und auch die bürokratische Abwicklung beherrschen, somit nehmen Sie doch lieber den Spezialisten in Anspruch und geben etwas ab von der Marge, haben dafür aber keine Probleme und keine Risiken. 

Größere Unternehmen haben dieses Problem meist nicht, da die finanzielle Lage es zulässt, eine Fachabteilung für diesen Bereich aufzustellen oder sogar eine Einkaufsniederlassung im Ausland zu eröffnen.

Man kann es sich optisch ein wenig wie ein Break-Even-Point vorstellen, damit es eventuell verständlicher ist. Ab einem gewissen Kapitalbesitz sind größere Einkäufe direkt bei einem Hersteller möglich, mit weniger Kapitalbesitz muss man auf die indirekte Weise zurückgreifen. 


Hier finden Sie noch hilfreiche Kurzvideos auf YouTube von Marius Ebert:

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