„Go International“ – Die Internationalisierung von Unternehmen

Go International - Internationalisierung der Unternehmen - internationale Wirtschaftsbeziehungen

Immer mehr Unternehmen möchten in das internationale Geschäft einsteigen. Dazu gibt es mehrere Wege und Stufen der Intensität, die man einschlagen kann. In der unten dargestellten Grafik, möchte ich euch aufzeigen, welche Stufen es gibt, mit welcher Stufe man was macht, und wie hoch der Internationalisierungsgrad für das Unternehmen ist in der jeweiligen Stufe.

Internationale Wirtschaftsbeziehungen - Der Weg ins Ausland - Internationalisierung von Unternehmen
Die sechs Stufen der Internationalisierung von Unternehmen – Go International – Internationale Wirtschaftsbeziehungen

 

Die sechs Stufen der Internationalisierung

 

  • 1. Stufe: Export von Waren ins Ausland

Die Waren werden im Inland hergestellt und zum Käufer in das Drittland exportiert.

Notwendig hierfür ist: Auftragsabwicklung, Kaufvertrag mit Käufer, Transport -und Zollabwicklung

 

 

  • 2. Stufe: Vertrieb im Ausland

Die zweite Stufe bei der Internationalisierung ist der Vertrieb im Ausland. Hierzu eine kleine Grafik:

Der-Weg-ins-Ausland---Internationale-Wirtschaftsbeziehungen---Vetrieb-im-Ausland

Hier ist schnell zu sehen, dass es zwei Arten vom Vertrieb im Ausland gibt. Einmal über den direkten Absatzweg und über einen sogenannten General Importer. Ein General Importer spezialisiert sich auf den Import einer gewissen Produktsparte wie zum Beispiel Stoff. Er sitzt im Drittland und hat viele Kontakte und Beziehungen zu Unternehmen in seinem Land, die mit der gleichen Produktsparte zu tun haben. Daher ist er ein sehr guter Partner im internationalen Wirtschaftsverkehr, da hier der Absatz im Drittland deutlich erleichtert wurde durch die Kontakte und die Organisation der Waren. Der einzige Nachteil ist der finanzielle Aspekt, da der General Importer für die Vermittlung der Geschäfte eine Provision nimmt. Dadurch ist die Gewinnspanne nicht mehr so groß, jedoch ist die Abwicklung und der Aufwand deutlich geringer.

 

Vertrieb-im-Ausland---General-Importer---Direkter-Absatzweg---Internationale-Wirtschaftsbeziehungen
Der Weg ins Ausland: In dieser Grafik wird dargestellt, wie die Abwicklung des Vertriebs im Ausland mithilfe eines General Importer funktioniert.

 

 

  • 3. Stufe: Lizenzrechte vergeben

Bei der dritten Stufe der Internationalisierung von Unternehmen geht es um Lizenzrechte. Durch Lizenzrechte können Sie zum Beispiel weitere Filialen im Ausland eröffnen, ohne das Risiko einzugehen, dass in dieser Filiale etwas anders gemacht wird, als Sie es vorschreiben – das nennt man Franchise. Franchise ist eine tolle Möglichkeit ein Konzept des Unternehmens auf mehrere Standorte zu verteilen und neue Geschäftsführer dafür einzustellen, ohne Gefahr zu gehen, dass dort andere Produkte vertrieben werden, das einheitliche Erscheinungsbild oder ähnliche Faktoren die Corporate Identity beeinträchtigen, geändert werden.

Beim Franchise-Modell werden alle Corporate Identity Faktoren wie Gebäudeform, Farben, Logo, Arbeitskleidung, Umgangston, Verhalten, Slogans und Begrüßungen übernommen. Die neue Filiale bekommt einen eigenen Geschäftsführer der für diese Filiale eigenständig handelt und verantwortlich ist. Marketing wird zum Beispiel jedoch vom Franchisegeber übernommen. Der Einkauf wird beim Franchisenehmer aber nicht komplett selbstständig übernommen. Er muss sich zwar um Lagerbestände und Vorrat kümmern, jedoch ist Produktentwicklung oder Produktgestaltung, sowie die Beschaffung nicht seine Aufgabe. Er ordert deine Produkte einfach bei der Zentrale, also beim Franchisegeber.

Franchise hat einfach für ein Unternehmen – als Franchisegeber – wesentliche Vorteile: es bleibt ein einheitliches Konzept beibehalten, der Wiedererkennungswert bleibt beim Kunden erhalten, schnellere Marktdurchdringung ist gegeben, es ist schnell umsetzbar und es ist besser kontrollierbar!

Franchise hat jedoch auch für den Franchisenehmer Vorteile: Schnellerer Marktzugang, wenig Risiko, schlüsselfertigen Betrieb als Einstiegserleichterung, regelmäßige Schulungen, Forschung und Entwicklung wird übernommen, Marketing und Markenrechte sowie Lizenzen sind gegeben und ein leichterer Zugang zu Krediten durch den Franchisegeber.

Franchise Modell von TheSimplyEconomics einfach erklärt:

 

 

  • 4. Stufe: Joint-Venture

Ein Joint-Venture ist ein Zusammenschluss von zwei oder mehreren Unternehmen die rechtlich und wirtschaftlich unabhängig voneinander sind.

Merkmale eines Joint-Ventures: Teilen sich finanzielles Risiko und die Führungsposition, haben ein gemeinsames Interesse, die Gewinnverteilung und Kontrolle und ein Joint-Venture-Vertrag.

Motive und Gründe für ein Joint-Venture: wegen einer Gesetzesgebung (wie z.B. in China), Weitergabe von Know-How, Eintritt in einen neuen Markt und die Aufteilung des unternehmerischen Risikos.

Definition von einem Joint-Venture einfach erklärt, durch TheSimplyEconomics:

 

 

  • 5. Stufe: Niederlassung im Ausland

Eine eher große, kapitalintensive Entscheidung ist die fünfte Stufe der Internationalisierung des Unternehmens: Eine Eröffnung einer neuen Niederlassung im Ausland. Die Niederlassung ist unselbstständig und berichtet an die Zentrale.

 

 

  • 6. Stufe: Tochtergesellschaft im Ausland

Gründung eines Konzerns, in dem sich die Zentrale befindet, sowie die neugegründete/n Tochtergesellschaft/en im Ausland.

Definition eines Konzerns: Es gibt das Mutterunternehmen (die Zentrale – in unserem Beispiel im Inland) und ihre Töchtergesellschaften (rechtlich selbständige, aber wirtschaftlich abhängige Unternehmen).

 

Definition eines Konzerns (Muttergesellschaft + Tochtergesellschaften) einfach erklärt durch Marius Ebert:

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