Definition: Direkter Außenhandel

Definition: Der direkte Außenhandel einfach erklärt!

Beim direkten Außenhandel spricht man von einem direkten Export und Import von Waren, Dienstleistungen oder Kapital, dass direkt von Verkäufer zu Käufer unmittelbar geliefert wird. Da es keinen Vermittler wie einen Handelsvertreter oder ähnliches in diesem Vorgang gibt, ist es ratsam, wenn der Verkäufer Kenntnisse über die demografische, politische und wirtschaftliche Lage des Käuferlandes besitzt.

Direkter Export

Die zwischenmenschlichen Kenntnisse wie Mentalität, Kultur und Sprache sind auch wichtig, genau wie die Währungsstabilität und die Kaufkraft des Landes.

Währungsstabilität ist ein wichtiger Faktor beim Verkauf ins Ausland.

Je nach Produkt, Unternehmensgröße und After-Sale Aktionen die das Produkt mit sich zieht wie zum Beispiel Montage/Reparatur oder einen allgemeinen Service ist es hier von Vorteil wenn man eigene Handelsreisende, Exportmessen oder eine Verkaufs-/Service-Niederlassung in dem Käuferland nutzt. 

  • Vorteile des direkten Exports
    • Marketingstrategien sind unbeeinflusst von Zwischenhändlern
    • Persönlicher Kontakt führt zu besseren Konditionen und eventuellen Hinweise auf günstigere Transportwege
    • Mehr Verdienst beim direkten Verkauf (keine Provisionen, etc.) 
    • Volle Kontrolle der eigenen Produkte
    • Erhöhte Marktkenntnisse
    • ggf. eigener Kundendienst/Ersatzteillager
  • Nachteile des direkten Exports
    • Mehr Kapitalbedarf vorhanden (höhere Personalkosten, Außenhandelsrisikien wie Transport und Währung)
    • Längere,schwierigere Transportwege (Fachwissen gefragt, erhöhte Kosten und Risiken) 
    • Lieferzeit ist länger (Bürokratie, Zoll, Verzögerung beim Transport)
    • Je nach Vertrag erhöhtes Risiko für die finanzielle Lage (Zahlungseingang, Zahlungsziel, Zahlungsbedingungen) 
    • Fachpersonal muss vorhanden sein

Direkter Außenhandel ist heutzutage durch die Globalisierung und Internationalisierung nicht mehr wegzudenken. 

Direkter Import

Beim direkten Import handelt es sich um das gleiche Schema, nur eben anders herum. Hierbei handelt es sich um den direkten Kauf von Waren aus dem Ausland vom Hersteller oder von einem Großhändler im Land des Verkäufers.

Großunternehmen haben oft eine Einkaufsniederlassung in dem Land eines großen Herstellers oder Händlers, um die Waren vor Ort zu begutachten und zu kontrollieren, damit alles reibungslos funktioniert und im eigenen Land keine Komplikationen auftauchen.

Ebenso wie beim Kauf im eigenen Land versucht man hier die richtige Menge des Produkts, zur richtigen Zeit, zum richtigen Ort und zum richtigen Preis zu besorgen. 

  • Vorteile des direkten Imports:
    • bessere Einkaufspreise, da keine Zwischenhändler – somit erhöhte Marge bei Verkauf
    • stärkerer Kontakt direkt mit Hersteller oder Großhändler (dadurch evtl. Einfluss auf Entwicklung vom Produkt)
    • schneller und guter Marktüberblick
  • Nachteile des direkten Imports: 
    • Fachwissen wird benötigt für die Abwicklung des Kaufs und des Transports
    • Erhöhte Lieferzeiten i.d.R. wegen längeren Transportwegen
    • ggf. bei schlechter Absicherung mit Erhalt der Ware (Lieferrisiko)
    • Nicht vorhandenes Wissen kann zu finanziellen oder organisatorischen Problemen führen

Gerade im Handel mit Rohstoffen gelten häufig Preisschwankungen, die berücksichtigt werden müssen.

Definition von direktem und indirektem Absatz – @ Marius Ebert

Vor -und Nachteile des direkten Absatzes – @ Marius Ebert

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