Beurteilungsfehler

Verschiedene Beurteilungsfehler bei der Personalbewertung

Es gibt in der Personalführung mehrere Beurteilungsfehler und Effekte die die Sicht eines Beurteilers verändern und zum negativen gegenüber dem Beurteilten entwickeln, ohne wirklich auf seine fachlichen oder persönlichen Fähigkeiten und Kompetenzen einzugehen.

 

Alle Beurteilungsfehler
Alle Beurteilungsfehler: Halo-Effekt, Primacy-Effekt, Übernahmefehler, Hierarchieeffekt, Kontrastfehler, Tendenzfehler, Ähnlichkeitsfehler, Recency (Nikolaus) Effekt…

 


 

Beurteilungsfehler:

 

Übernahemfehler:

= Verzerrung der Beurteilung durch das Wiederholen von älteren bzw. früheren Beurteilungen und durch das

das eingetretene Veränderungen nicht berücksichtigt werden.

 

Halo-Effekt:

= hier wird das Urteil der Beurteilung verzerrt, da der Beurteiler entweder sehr positive oder sehr negative Eigenschaften des zu Beurteilenden viel höher bewertet

und sie in den Vordergrund stellt.

 

Primacy-Effekt:

= der erste Eindruck wird über alle Eigenschaften und Kompetenzen des zu Beurteilenden gestellt,

somit wird das Urteil der Beurteilung verzerrt.

 

Tendenzfehler:

= Entweder durch persönliche Einstellung des Beurteilenden oder durch die Festlegung eines falschen Maßstabes

  • Tendenz zur Milde = bei der Beurteilung wird nicht so streng bewertet (z.B. Durchlassen einen Prüflings, obwohl er nicht bestehen hätte dürfen)
  • Tendenz zur Mitte = Kriterien werden alle gleich gewertet (z.B. gravierende positive oder negative Eigenschaften werden runtergespielt)
  • Tendenz zur Strenge = Alle Eigenschaften des zu Beurteilenden werden sehr streng bewertet (z.B. durch persönliche Einstellung des Beurteilenden)

 

Recency- (Nikolaus-) Effekt:

= bei der Beurteilung (z.B. vom letzten Jahr) werden die jüngeren Ereignisse und Tätigkeiten des zu Beurteilenden mehr gewichtet, als die Ereignisse die etwas länger her sind.

(Beispiel: Positive Ereignisse am Anfang des Jahres, dann eher schlechtere Ereignisse zum Ende des Jahres = Schlechte Beurteilung)

 

Hierarchieeffekt:

= Personen die eine höhere Stellung haben werden automatisch besser bewertet als andere Personen

 

Kontrastfehler:

= Eigenschaften von anderen Mitarbeitern werden mit dem des zu Beurteilenden verglichen oder die eigene Meinung bzw. das eigene

Verhalten des Beurteilenden führt zu einer unbewussten Verzerrung des Urteils.

(Beispiel: Beurteilender macht gewisse Tätigkeiten anders als der zu Beurteilende: Dadurch wird es automatisch schlecht/negativ eingestuft,

obwohl die Art und Weise wie der zu Beurteilende gehandelt hätte, nicht falsch oder schlecht gewesen wäre)

 

Pygmalion-Phänomen:

= der Beurteilende hat Vorurteile gegenüber andere.

 

Projektionsfehler/Ähnlichkeitsfehler:

= Übertragen von Eigenschaften oder Problemen auf den zu Beurteilenden

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