Führungsstile

Führungsstile

Unter Führungsstile versteht man die Arten und Weisen, wie eine Führungskraft mit seinen Mitarbeitern in Gruppen, Teams, Abteilungen oder Projekten umgeht, sie führt und seine Führungsaufgaben erledigt.

Einflussfaktoren bei den Führungsstilen
die Persönlichkeit der Führungskraft

Erfahrung, Alter, Selbstbild, Menschenbild, etc.

die Unternehmenspolitik,

Wertevorstellungen

Entscheidungsspielraum

Verantwortung und Zuständigkeit

und das „Niveau“ der Mitarbeiter

Qualifikation, Motivation, Erfahrung, Alter, Leistungsbereitschaft

Die verschiedenen Führungsstile

Autoritärer Führungsstil
Merkmale: Entscheidungen durch den Vorgesetzten (durch die Führungskraft) ohne Rücksprache mit den Mitarbeitern und ohne Begründung

Vorteile: klare Regelungen; einheitliche Anweisungen, klare Zuständigkeit und Verantwortung

Nachteile: kein Einbezug der Mitarbeiter (Demotivation und evtl. Leistungsabfall -> keine guten Ergebnisse), Überforderung des Vorgesetzten

Einsatzbereiche: Geeignet für Aufgaben ohne hohe Anforderungen, Kreativität und Flexibilität; bei unmotivierten und unqualifizierten Mitarbeitern; besondere Bedeutung oder dringende, schnelle Durchführung; Standardaufgaben wie Buchungen oder Eingabe von Daten

Personalführung: autoritärer Führungsstil

Patriarchalischer Führungsstil
spezielle Erweiterung des autoritären Führungsstils (der Vorgesetzte gilt als charismatisch) und wird als fürsorglich eingestuft.

Kooperativer Führungsstil
Merkmale: Entscheidungen werden von dem Vorgesetzten mit der Abteilung, der Gruppe, dem Team oder dem einzelnen Mitarbeiter besprochen und es werden die Kenntnisse der jeweiligen Mitarbeiter berücksichtigt und eventuell miteinbezogen.

Vorteile: meist bessere Ergebnisse (Berücksichtigung aller Sichtweisen, Erfahrung der MA); Motivation der Mitarbeiter durch Einbezug (evtl. Leistungssteigerung); Mehr Verständnis für gewisse Vorgehensweisen der Tätigkeiten

Nachteile: Zeitaufwendig durch Befragung und Besprechungen; Verunsicherung der Mitarbeiter über Autorität der Führungskraft

Einsatzbereiche: Geeignet für kreativere, anspruchsvollere Aufgaben für motivierte und kompetente/qualifizierte Mitarbeiter

Personalführung: kooperativer Führungsstil

„Laissez-faire“-Führungsstil
Merkmale: eigentlich kein wirklicher Führungsstil, da man die Führung beiseite legt und den Mitarbeitern „freien Lauf“ lässt.

Einziger Vorteil: kreative und engagierte Mitarbeiter können sich entfalten

Nachteile: Leistungsabfall, da keine Kontrolle und keine Delegation;

Einsatzbereiche: Geeignet bei Aufgaben, in denen viel Kreativität und Flexibilität gefragt ist

Mehrdimensionaler Führungsstil (nach Blake/Mouton)
Kombination zweier Verhaltensaspekten: Menschenorientierung und Sachorientierung dazu wird ein Verhaltensgitter erstellt, das die beiden genannten Orientierungen auf den Achsen verteilt; Verhaltensgitter nach Blake und Mouton / Mehrdimensionaler Führungsstil Quelle: http://www.uvk-lucius.de/quiz/2013-05s.html

Situativer Führungsstil
Merkmale: Die Führungskraft reagiert immer nach Situation und wendet daher immer unterschiedliche Führungsstile wie den autoritären, kooperativen oder den laissez-fairen an. Dabei spielen Faktoren wie das Niveau der Aufgabe; die Qualifikation, Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter eine Rolle.

Vorteile: jegliche Aufgaben werden effektivst behandelt und bearbeitet, Motivation der Mitarbeiter steigt, Leistungssteigerung möglich, bessere Ergebnisse durch Erfahrung und Ansichtsweisen der Mitarbeiter, (Vorteile des kooperativen und autoritären Führungsstilen)

Nachteile: der situative Führungsstil hat an sich keine Nachteile, da man mit ihm alle Führungsstile situativ einsetzt und somit die beste Führung der Mitarbeiter durchführt, jedoch hängt das auch von der Führungskraft ab, ob sie ihn einsetzen will oder kann.

 

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